Wie viel mAh braucht deine Powerbank wirklich?
Die Kapazität einer Powerbank wird in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Sie sagt aus, wie viel Energie der Akku speichert. Klingt einfach, hat aber einen Haken: Ein modernes Smartphone hat je nach Modell einen Akku zwischen etwa 3.500 und 5.500 mAh. Eine 10.000-mAh-Powerbank lädt dein Handy also nicht dreimal voll, sondern realistisch etwa ein- bis zweimal. Der Grund ist der sogenannte Wandlungsverlust: Beim Übertragen der Energie und beim Anpassen der Spannung gehen rund 20 bis 35 Prozent verloren.
Für die Praxis heißt das: Wähle die Kapazität nach deinem Einsatzzweck. Eine kleine 5.000-mAh-Powerbank ist ideal als Notreserve für einen langen Tag in der Stadt und passt in jede Hosentasche. Eine 10.000-mAh-Powerbank ist der beste Allrounder, weil sie ein bis zwei volle Ladungen liefert und trotzdem kompakt bleibt. Erst wenn du mehrere Tage ohne Steckdose auskommen musst, etwa beim Camping oder auf Festivals, lohnt sich eine 20.000-mAh-Powerbank oder größer.
Ladeleistung: Warum Watt wichtiger sind als mAh
Viele achten nur auf die Kapazität und übersehen die Ladeleistung. Dabei entscheidet diese, wie schnell dein Handy wieder einsatzbereit ist. Die Leistung wird in Watt (W) angegeben und ergibt sich aus Spannung und Stromstärke. Eine günstige Powerbank mit nur 10 Watt braucht für eine volle Ladung schnell zwei Stunden oder mehr. Moderne Modelle mit USB-C Power Delivery (PD) liefern 20, 30 oder mehr Watt und laden ein leeres Smartphone in etwa 30 Minuten auf rund 50 Prozent.
Achte auf die Bezeichnungen USB-C PD und Quick Charge (QC). Power Delivery ist der offene Standard, den nahezu alle aktuellen Smartphones von Apple, Samsung, Google und Xiaomi unterstützen. Quick Charge stammt von Qualcomm und findet sich vor allem bei Android-Geräten. Gute Powerbanks beherrschen beide Standards. Wenn dein Handy schnellladefähig ist, solltest du zu einem Modell mit mindestens 20 Watt USB-C PD greifen.
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Kabelgebunden oder kabellos per MagSafe?
Seit alle aktuellen Flaggschiffe Qi2 nativ unterstützen, sind magnetische Powerbanks stark im Kommen. Sie haften direkt an der Rückseite deines iPhones oder deines Qi2-fähigen Android-Smartphones und laden ohne Kabel. Das ist praktisch, weil du das Handy weiter in der Hand halten und gleichzeitig laden kannst. Der Nachteil: Kabelloses Laden ist ineffizienter, ein Teil der Energie geht als Wärme verloren, und die Leistung liegt meist bei 15 Watt.
Unsere Empfehlung: Wer maximale Ladegeschwindigkeit und Effizienz will, nutzt eine Powerbank mit USB-C-Kabel. Wer Komfort und ein aufgeräumtes Ladeerlebnis schätzt, ist mit einer MagSafe-Powerbank bestens bedient. Viele Modelle bieten beides: kabelloses Laden auf der Oberseite und zusätzlich einen USB-C-Anschluss für ein zweites Gerät.
| Kapazität | Reale Ladungen | Ideal für | Gewicht |
|---|---|---|---|
| 5.000 mAh | ca. 1x | Notreserve, Stadt, Tasche | sehr leicht |
| 10.000 mAh | ca. 1,5x | Alltag, Pendeln, Reise | leicht |
| 20.000 mAh | ca. 3x | Camping, Festival, Outdoor | schwerer |
Anschlüsse und Ausstattung: Darauf solltest du achten
Eine gute Powerbank hat mindestens einen USB-C-Anschluss, der sowohl das Aufladen der Powerbank selbst als auch das Laden deines Geräts übernimmt. Praktisch sind Modelle mit zusätzlichem USB-A-Port, damit du zwei Geräte gleichzeitig versorgen kannst, etwa Handy und Kopfhörer. Ein digitales Display, das den Ladestand in Prozent anzeigt, ist ein echter Mehrwert, weil du so nie überrascht wirst, wie viel Energie noch übrig ist.
Achte außerdem auf das Gewicht und die Bauform. Eine flache Powerbank passt besser in die Hosentasche, ein Modell mit integriertem Ringhalter oder Standfuß erlaubt es, das Handy beim Laden aufzustellen und Videos zu schauen. Wenn du das passende Ladekabel noch dazu brauchst, findest du in unserem USB-C-Kabel-Ratgeber alle Details zu Ladeleistung und Kabeltypen.
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Powerbank fürs Flugzeug: Was ist erlaubt?
Wer verreist, sollte die Regeln fürs Handgepäck kennen. Powerbanks gelten als Lithium-Akkus und dürfen im Flugzeug ausschließlich ins Handgepäck, niemals in den aufgegebenen Koffer. Erlaubt sind ohne Sonderfreigabe Modelle bis 100 Wattstunden (Wh). Eine 20.000-mAh-Powerbank liegt bei rund 74 Wh und ist damit problemlos zulässig. Achte auf die Wh-Angabe auf dem Gehäuse, größere Modelle brauchen unter Umständen eine Genehmigung der Airline.
Unsere Kaufberatung in vier Schritten
Einsatzzweck festlegen
Notreserve für den Tag, Allrounder für die Reise oder Energiespeicher fürs Camping? Danach richtet sich die Kapazität.
Ladeleistung prüfen
Mindestens 20 Watt USB-C PD, wenn dein Smartphone schnellladefähig ist. Sonst verschenkst du Zeit.
Kabel oder MagSafe wählen
Effizienz und Tempo per Kabel, Komfort per Magnet. Kombimodelle bieten beides.
Ausstattung abgleichen
Display, zweiter Port und Ringhalter sind praktische Extras, die den Alltag erleichtern.
Beliebte Powerbanks bei CoolGadget
- Power Bank 10000 mAh – USB-C PD & QC 3.0
- Power Bank MagSafe – Kabellos 5000 mAh
- Power Bank MagSafe 10000 mAh – Ringhalter & Ständer
Für unterwegs im Auto lohnt sich zusätzlich ein passendes KFZ-Ladegerät. Worauf du bei Leistung und Anschlüssen achten solltest, erklären wir in unserer KFZ-Ladegerät-Kaufberatung.